Einblicke in mein kleines Atelier

der Ort, an dem ich momentan alle meine Gemälde und ein paar meiner Zeichnungen gemalt habe bzw., dass ist der Ort wo ich 2018 verdammt viele Werke erschaffen habe.

Momentan wohne ich (noch) in Bergisch Gladbach, in einer Zwei – Zimmer – Wohnung, ca. 3 km vom Zentrum entfernt. Der Ortsteil in dem ich lebe nennt sich Heidkamp.

Tja, und das ist nun wirklich das Dilemma…. Nein, nicht der Ort, sondern die Wohnung! Diese Wohnung hatte ich von Anfang an so eingerichtet, dass ich in einer Ecke malen könnte. Also so ganz gemütlich. Aber seitdem die Blockade nicht mehr ist, kam ich immer mehr zur Erkenntnis… HILFE, mir reicht der Platz einfach nicht mehr aus. Ich brauche dringend mehr Raum zum Arbeiten und so muss ich auch die Wände wie den Boden abdecken, damit die Farbe nicht alles bekleckert.

Tja,  so ist das nun mal. Kreativität benötigt Raum. Viel Raum! Wenn ich mit Acryl oder mit anderen Farben wie Pastellkreide oder Aquarellbuntstifte arbeite, so hauptsächlich zu Hause. Ich bin eine Person, die mit viel Schwung und Energie den Pinsel schwingt und die Farbe spritzt unter Umständen so ziemlich quer durch den Raum. Ist mir auch schon öfters passiert. Dann heißt es schnell sein und wegwischen, bevor die Farbe zu trocken wird.

Ein Grund mehr, alles soweit abzudecken wie es nur geht.

Hier seht ihr, wie ich mein Wohn-und Arbeitszimmer in ein Atelier explodieren lies, als meine künstlerische Blockade komplett wegbrach. Das war so im Mai. Sogar meinen Couch Tisch habe ich mit Malutensilien belagert. Und mein Wohnzimmer sieht seitdem nicht besser aus ….. Wer genau in das Foto hinschaut, so werdet ihr zwei Installation Arts finden, welche ich in Blogbeiträgen schon beschrieben habe.

Am Fenster seht ihr den Widder Totenschädel aus dem Blogbeitrag „Wie ich den Tod feiere Teil II“ sowie rechts neben dem Fenster den Styropor Kopf „Shyness after hot kisses“. Für mich zwei Gegenstände, Requisiten, die sich wunderbar in mein kleines Atelier integriert haben.

 

Da ich die Leinwände vorher immer mit Farbe bemale, sozusagen den Untergrund für die Kunstwerke schaffe, kann es schon mal passieren, dass ich viele Leinwände auf einmal anfange und erst später mit der Zeit die Gemälde fertigstelle. D. h. Wenn ich sehr viel vorhabe, dann kann auch schon mal zwischenzeitlich das Schlafzimmer als Trocknungsort auch herhalten. Das kann ich dann allerdings nur am Wochenende machen, da ich dann schön alles lüften kann.

Hier seht ihr, wie den Boden in meinem Schlafzimmer mit Zeitung ausgelegt habe, um den Boden zu schonen. Gott sei Dank trocknet aber Acrylfarbe recht schnell.

Auch und obwohl ich hauptsächlich mit Acryl arbeite rieche ich es und da möchte ich nicht in einem Zimmer mit dem Geruch schlafen.

 

Heutzutage, wenn mich jemand fragt, wo ich den wohne und ob man zum Besuch vorbeikommen könnte, der hört (leider) folgende Antwort:

„Ich wohne in meinem Atelier mit kleiner Küche und einem Schlafplatz. Und einen Schreibtisch habe ich auch noch. Aber eine Wohnung im klassischen Sinne ist es schon lange nicht mehr. Wen das künstlerische Chaos und das Hoppsen über die Materialien nicht stört darf gerne vorbeikommen.“

Ich male auch auf dem Couch Tisch sowie an der Staffelei. Und wenn mir das zu klein wird, dann breite ich mich auch auf dem Boden aus. ….übrigens, ich suche eine größere Wohnung oder vielleicht sogar ein Haus, in dem ich mich komplett ausbreiten kann. Ein richtiges Atelier einrichten kann. MEIN Atelier!

Es scheint, während ich hier diesen Blogartikel schreibe, dass das liebe Universum gerade dafür sorgt, dass ich ab Frühjahr ein neues Zuhause mit Atelier haben werde. Ich bin jetzt schon super gespannt und freue mich auf den Umzug. Drückt mir die Daumen, dass es klappt.

Wenn alles gut läuft, dann hätte ich ein Haus mit schönem kleinem Garten und hätte eine Etage für mein Atelier. Wenn ich mich eingerichtet habe so werde ich Tage eines offenen Ateliers planen. D. h. dort dürfen mich dann Interessenten und Käufer meiner Kunst sehr gerne besuchen und meine Werke anschauen und kaufen. Wie, wann und überhaupt, werde ich natürlich hier im Blog veröffentlichen. Auch werde ich unter dem Menü noch genaueres dazu schreiben. Bleibt also weiterhin neugrierig und dabei.

Das mit dem Garten in den neuen Räumlichkeiten wäre wirklich toll, denn dann hätte ich eine Terrasse und könnte auch draußen in der Natur, unter freiem Himmel mir meine Inspiration für meine Landschaftsmalerei holen. Auch würde ich dort im Garten malen…

Freunden, und da sind schon ein paar die mich das gefragt haben, werde ich einen kleinen Workshop in Sachen Malerei anbieten. Natürlich kostenfrei, nur das Material müsste bezahlt werden. Das mache ich aus dem Grund, da viele sagen, dass sie nicht malen könnten. Und ich behaupte noch immer, wir alle können malen, genauso wie wir alle singen können. Auch dazu, werde ich zur gegebenen Zeit alles hier veröffentlichen.

Hier schaue ich mal aus dem Fenster raus und lasse meinen Blick schweifen. Das ist mir wirklich wichtig. Den Blick nach draußen oder einfach in die Ferne schweifen lassen. Am liebsten die Natur anschauen. Ins Grüne blicken. Was ich in meiner jetzigen Wohnung, Gott sei dank, auch tatsächlich machen kann. Ich schaue von dort aus direkt in den Neuborner Wald. Das meine Haare hier etwas zerzaust sind, kommt schon mal vor. Schließlich konzentriere ich mich ja ab und an auf meine Arbeit und dann sind Haare kämmen sozusagen das letzte woran ich in diesem Moment denke.

 

Und hier eine kleine Installation-Art meiner Staffelei. Eine Inszenierung die ich „Mein Publikum“ betitelt habe. Den Schädel des kleinen

Primaten sowie den des Widders kennt ihr ja schon aus den vorherigen Posts. Hier nun mit Masken, die von mir noch nicht bemalt worden sind. Wenn ich soweit bin dann werde ich sie entsprechend meinen Vorstellungen bemale. Und da bin ich gespannt, was mir so alles in den Sinn kommt.

Übrigens, und das wurde ich auch schon mehrfach gefragt, das Muster, was ihr an der Wand in meinem jetzigen kleinen Atelier seht, habe ich beim Einzug in diese Wohnung an die Wand angetackert. Das ist Stoff unterlegt mit Folie. Sozusagen die alte Art des Tapezierens! Dies habe ich als Schutzmaßnahme durchgeführt.

 

Aber nicht alle meine Werke entstanden in meinem momentanem Atelier. Ich habe mich auch mal einfach zu Menschen gesellt und mich inspirieren lassen. D. h. die meisten Zeichnungen mit Zeichenkohle, Pastellkreide oder mit Aquarellstiften, kann ich und habe ich auch schon mal in einem meiner Lieblings-Cafés angefertigt. Dafür habe ich extra einen Rucksack, denn ich dann mit entsprechenden Malutensilien vollpacke und mich einfach auf den Weg mache.

Wenn ich mich so auf den Weg mache, dann habe ich meistens schon das Motiv in Gedanken oder habe ein Foto dabei. Und wenn ich bei entsprechend guter Stimmung bin dann fange ich an zu zeichnen. Wenn es mir zu laut ist, oder ich das Gefühl habe ich müsste mich ein bisschen vor der Außenwelt abschotten, um die Zeichnung durchzuführen, so höre ich über einen MP3-Player Musik. Ein paar von den Zeichnungen habe ich oder werde ich noch als Skizzen für Gemälde genommen sowie nehmen. Mehr dazu in einem meiner zukünftigen Postings.