Meine künstlerische Blockade

und wie sie gelöst wurde.

Wie ihr vielleicht aus meiner Vita herauslesen konntet, so hatte ich eine sehr lange künstlerische Blockade. Diese Blockade begann, als ich mich gegen meine Kunst, gegen meine Bilder, letztendlich gegen MICH entschieden hatte.

Obwohl ich immer so zwischendurch mal etwas gemalt hatte, war es nur im Rahmen von Aufgaben. Nichts Eigenständiges oder aus einem eigenem Antrieb heraus.

Manchmal fühlte ich den Druck von Innen, dass endlich etwas rauskommen wollte. Aber es verging dann auch relativ schnell. Das diese Blockade etwas mit meinem psychischen Zustand zu tun hatte, wusste ich. Trotzdem wollte ich nicht aufgeben. Ich hatte immer an mich geglaubt, aber die Zeit war einfach nicht reif.

Im Rahmen meiner Selbstfindung und Entwicklung, sowie im Gespräch mit meiner Coachine hatte ich mich entschlossen gehabt, einen Chor zu finden, bei dem ich mitsingen konnte. So kam ich dazu, eine von vielen Synchronizitäten die mich begleiten, den neugegründeten Gospel-Chor von Anna zu finden und sozusagen von der ersten Stunde an mitzusingen.

Dieses Singen, gemeinsame Singen, hat viel in mir geöffnet. Die Glücksgefühle haben mich regelrecht durchströmt.

Nach etwa drei Monaten Chorzugehörigkeit, vielem Nachdenken und großer Reflexion hatte ich mich durchgerungen wieder mehr zu mir und meinem künstlerischen Tun zu wenden.

So ergab es sich, dass ich Anfang Mai ganz spontan zur Zeichenkohle und einem Stück Papier griff und zwei Zeichnungen innerhalb von ca. 10 Minuten fertigstellte.

Einmal dieses Nashorn

 

 

 

 

 

Dann diese Dame, ein Akt, liegende Frau, Rückenansicht.

Als ich diese Zeichnungen fertigstellte, war ich über mich selber erstaunt. Dann kamen Glücksgefühle hoch und ich hyperventilierte. Der Fluss Tränen der Glückseligkeit war immens …

ENDLICH, ENDLICH hatte sich die Blockade gelöst. Es war eine der schönsten Momente in meinem Leben. Seit dem weiß ich, dass meine Bestimmung und Erfüllung die Kunst ist. Und nichts anderes als die Kunst.