Intention/ Sujet abstrakte Kunst/ Action Painting

Dies ist die zweite Version der Beschreibung meiner Intention, meines Sujets zu diesem Thema in der Malerei.

In der Bildergalerie, welche ich ständig erweitern werde, könnt ihr Werke zu meinen Intentionen betrachten.

 

Wie entsteht eine Vorliebe in der Malerei?

Wie kam ich dazu, mich genau mit dieser Art von künstlerischer Darstellung auseinanderzusetzen?

Abstrakte Kunst und/oder Action Painting, was ist das?

Oder, was will denn die Künstlerin nun schon wieder mit diesem Gemälde aussagen?

 

Mein dritter und letzter Blogbeitrag zu meinen Intentionen in meiner Kunst.

 

“Man geht immer davon aus, dass die Künstler was zu sagen haben. Ich denke, das ist ein Missverständnis vom Metier. Auch wenn man Kunst macht, ist das stark von Intuition und Affekt gesteuert.”

(Peter Kogler)

 

Mit diesem Zitat leite ich mal die (meine) Erklärung zu abstrakten Kunst und Actionpainting ein.

Diese Blog Beitrag ist weniger autobiographisch, als dass hier tatsächlich mein Denken sowie persönliche Eigenschaften zum Tragen kommen.

 

Abstrakt, OK, was heißt das? Na, abstrakt! Ihr wisst schon! Das, was so keiner richtig verstehen kann, aber doch irgendwie jeder versteht…. Oder meint zu verstehen….Es schön findet… oder einfach nur nicht… naja

Ja, abstrakte Kunst ist schon etwas Feines. Der Begriff abstrakte Kunst ist (lt. Wikipedia) ein Sammelbegriff für verschiedene Strömungen nicht gegenstandsbezogener (also nicht figurativer) Kunst. Hier geht es tatsächlich um die Komposition der Farben und Formen oder Schattierungen innerhalb eines Gemäldes. Und dies sollte auch nach Möglichkeit ohne eine bestimmte Kompositionsabsicht stattfinden. So die Theorie.

Und? War dies für euch etwas verständlicher? Nein? Macht nichts, denn es verstehen sehr viele nicht worum es uns Künstlern geht, wenn wir etwas malen. Das meine ich nicht bewertend oder gar abwertend, sondern möchte ich als Fakt in den Raum stellen. Also egal, ob es sich um abstrakte Kunst oder figurative Kunst handelt. Und für diejenigen unter euch, die es verstehen, hier nun meine Erklärung zu dem was ich unter MEINER abstrakten Kunst verstehe.

Für mich ist meine abstrakte Kunst einfaches experimentieren. Einfach so. Ohne lange darüber nachzudenken, was ich eigentlich malen möchte lege ich drauf los und nehme mir ein paar Farben und los geht es. Wobei ganz so einfach ist es dann doch nicht.

 

Action Painting ist (lt. Wikipedia) eine Kunstrichtung des abstrakten Expressionismus. Und hier geht es um Tropfen, Wischen usw. usw.

Ich glaube, an dieser Stelle könnten sich schon einige von euch abgehängt fühlen. Wenn ich euch aber den Namen Jackson Pollock nenne, sollte das doch wieder etwas mehr Klarheit verschaffen.

Auch hier ist für mich der Fokus reines Experimentieren und geschehen lassen. (fast) ohne Plan. Und das ist auch meines Erachtens wichtig, auch gewünscht und das Ziel. Aber auch das ist nicht so einfach, wie es sich liest.

Anhand der in Serie entstandener Exponate, vorwiegend Triptyche, im Sommer 2020 erkläre ich euch die Vorgehensweise wie meine abstrakte Kunst, Action Painting entsteht. Und am Ende des Beitrags den Kreis zu meinen beiden anderen Intentionen zu schließen, die Erklärung warum ich diese Intention habe und sogar äußerst notwendig für mich ist.

Bei der Entwicklung und Entstehung dieser Serie schaute ich im Atelier nach, was für Leinwände ich alles hatte. Anzahl, Formen, Größe. Und ich entschied dass ich mehrere Triptyche mache. Das es insgesamt 10 Stück an Gesamtkompositionen aus mehreren Leinwänden werden, war zuerst nicht der Plan. Aber die Inspiration ergriff mich. Überall weiße Leinwände die unbedingt mit Farbe bedeckt werden wollten.

Im Prinzip, ohne nachdenken, einfach auf mich wirken lassen, habe ich zunächst die Leinwände ausgesucht und zusammengestellt. In diesem Fall waren die Leinwände, die bis zu vier Leinwände pro Komposition ausmachen sollten, alle gleichen Formates. Was nicht immer der Fall sein muss.

Zusammengestellt, nebeneinander aufgereiht, lies ich dieses Szenario ca. eine Woche auf mich wirken. In der Zwischenzeit kam eine große Lieferung Farbe an und ich stellte die Flaschen und Tuben neben den Leinwänden.

Mal schob ich eine Farbe dorthin, mal dahin. Ich entschied mich in dem Zusammenhang, dass diesmal die Untergrundfarbe immer einheitlich sein sollte. Also plakativ und statisch. Dies ist in der Entwicklung eines Exponats meiner abstrakten Kunst nicht immer so. So wenn ihr meine Werke aus 2018 seht, habe ich durchaus mal hier oder da zwar den Hintergrund in einer Farbe gemacht. Sie waren jedoch immer im Verlauf.

 

Profil eines Azteken, Abstract No. III
Profil eines Azteken, Abstract No. III*
Ohne Titel, Abstract No. I
Ohne Titel, Abstract No. I*

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Oder wie hier bei diesen Exponaten aus dem Jahr 2019, die sogar figurative Elemente enthalten.

 

Abstract No. IV, Das Segelboot No. I
Abstract No. IV, Das Segelboot No. I*

Bei Nacht blühender Kaktus

Bei Nacht blühender Kaktus*

 

Auch das Betrachten der Farben zu den Leinwänden hat insgesamt eine Woche gedauert, bis ich mich entschieden habe, welche Leinwände in der Komposition ich dann einheitlich mit der Grundfarbe bemale.

Dann begann das Auftragen. Dies machte ich entweder mit einem großen Pinsel oder mit einer Farbrolle. Dieser Prozess des Auftragens der Farbe auf die Leinwand, sozusagen die zweite Grundierung ist für mich ein äußerst meditativer Vorgang. Der Zwang ja nicht die Leinwand in der Farbe Weiß zu belassen wird hiermit voll und ganz befriedigt. Und während ich das mache, lass ich mir viel Zeit, meine Gedanken beruhigen sich und die Farbe verteilt sich wunderbar in jede Pore der Leinwand. Sämtliche Sinne sind offen für alle Eindrücke.

Die Farbe trage ich sozusagen direkt auf, ohne Verdünnung mit Wasser. Das Material bzw. der Untergrund soll aufzeigen wieviel Farbe drauf kam. Bei manchen Farben musste ich nach dem Trocken noch eine zweite bis dritte Schicht draufmachen, um für mich ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erhalten. Bei anderen Farben reichte einmal. Tage habe ich damit verbraucht. Der Trocknungsprozess tat sein Übriges.

 

 

Und hier dann getrocknet und wartend auf die weitere Entwicklung.

 

 

Dann nach der zweiten evtl. schon dritten Woche auf mich wirken lassen der Leinwände habe ich mir die erste Komposition genommen. Das Triptychon auf Schwarz. Ich legte es auf den Tisch, direkt nebeneinander. Meine Vision war, über die Leinwand Enden hinaus auf die nächste mit Farbe und noch diversen anderen Materialien Farbkompositionen herbeizuführen, die ein stimmiges Bild ausmachten. Diese sollen als zusammenhängendes Exponat gelten. Können aber auch getrennt angebracht werden.

Dabei war mich wichtig, dass die Farben und die Materialien zueinander passten. So nahm ich einzelne Tuben und Flaschen von Farbe und stellte diese Farben neben den Leinwänden. Über einen bestimmten Zeitraum, manchmal innerhalb eines Tages, manchmal über eine Woche, habe ich so verschiedene Farben passend zur Grundfarbe zusammengestellt.

Auch das ein meditativer Prozess. Vor allem das Einlassen und Zulassen war hier ausschlaggebend.

Und auch welche Materialien, ob Spachtelmasse, oder einfach nur Glitzerstaub wurde in diesem Zeitraum einfach dazugestellt, wieder entfernt, dann etwas anderes dazu gestellt usw.

Wenn mein Gefühl mir sagt, das sind die Farben und Materialien, ging es los. Wahllos verteilte ich Action Painting like die Farben. Tropfen und Spritzen, einfaches fließen. Manchmal ließ ich sie so wie sie waren, manchmal nahm ich Werkzeug und verteilte es „wahllos“.

Dieser letzte Step, war frei und spontan. Im Vergleich zur gesamten Vorbereitungszeit über weiße Leinwand, zweite Grundierung und Auswahl der Farben, war das der kürzeste Teil des gesamten Prozesses. Meditation und Freigeist haben sich begegnet und einfach ihren gemeinsamen Weg bestreitet.

Hier ein paar Exponate im Ergebnis:

Triptychon Abstract Actionpainting auf Pink No.VI
Triptychon Abstract Actionpainting auf Pink No.VI*
Triptychon Abstract Actionpainting auf Schwarz No.I
Triptychon Abstract Actionpainting auf Schwarz No.I*

 

 

 

 

 

 

 

 

Triptychon Abstract Actionpainting auf Schwarz No.VIII
Triptychon Abstract Actionpainting auf Schwarz No.VIII*

 

 

 

 

 

 

 

Zulassen, Einlassen, Neugierde was funktionieren könnte, Experimentieren und Handwerken. Ohne Zwang alles perfekt hin zu platzieren, weil Chaos und Zufallsprinzip ihre eigene Ordnung haben (physikalisches Gesetz).

Diese Exponate meiner abstrakten Kunst, Action Painting entstanden immer wieder als ich andere Exponate im figurativen Bereich malte. Wer meine Videos der letzten Wochen und Monate sich angeschaut hat, hat evtl. bemerkt, dass ich mal hier und da erwähnte, dass ich parallel immer mehrere Exponate male.

In der Tat kann ich nicht stundenlang, tagelang oder wie auch immer mich nur mit einem Exponat auseinandersetzen. Da kommt mein Anspruch der Abwechslung rein. Aber auch die Herausforderung. Ich benötige mehrere Sachen nebeneinander in der Entwicklung zu betrachten. Auch braucht es Zeit bzw. einen Bruch von einem Exponat zum anderen, um sich weitere Ideen zu holen bis hin es einfach auf mich wirken zu lassen.

In dem Zusammenhang ist der kontrastreiche Bruch von figurativ zu abstrakt sogar der perfekte Zustand, um meinen „little creative genius“ wieder zu erden. Auf der einen Seite die festen Strukturen und auf der anderen Seite einfach Freiheit.

Und hier schließe ich den Kreis von meiner Intention AKT / FETISCH / WEIBLICHKEIT über die Intention MUSIK (ein Hybrid zwischen figurativ und abstrakt) zu meiner Intention ABSTRAKTE KUNST / ACTION PAINTING.

Was hier noch alles passieren wird kann ich nur erahnen. Ideen auch in Bezug auf Materialcollage bilden sich und werde ich mittel- bis langfristige als Projekte anlegen, so dass alleine nur diese Projekte eine Ausstellung alleine ausschmücken werden können.

Auch werde ich in Bezug auf Action Painting Inszenierungen als Event zum buchen anbieten. Sozusagen live dürfen Menschen zuschauen, wie ich die in diesem Blogbeitrag aufgeführten Steps direkt vor ihren Augen durchführe. Konzepte sind in der Ausarbeitung. Sobald es soweit ist, wird es entsprechend bekannt gegeben.

Nun sind wir am Ende der Reihe, meine Intentionen zu meinen verschiedenen Kunstmotiven angekommen.

Auch zu dieser Intention, nehme ich sehr gerne Auftragsmalerei an. Es müssen nicht immer Triptyche sein. Es können durchaus auch einzelne Leinwände bestellt werden oder soviele, wie ihr meint für die Verschönerung eures Zuhause oder Büros zu benötigen. Alles farblich miteinander abgestimmt. Wie das funktioniert und was zu beachten ist könnte ihr auf meiner Seite Service und Preise nachlesen. Ihr dürft mich sehr gerne per Email kontaktieren. Freue mich sehr auf eure Anfragen.

Somit bleibt mir zu sagen, ich werde versuchen immer im zwei Wochen Rhythmus neue Blog Beiträge zu veröffentlichen.

Hauptsächlich in Bezug auf Entwicklung und Entstehung von Exponaten. Weiterhin können aber auch hier und da Kurzgeschichten, inspiriert aus nach wahren Begebenheiten aus meinen Leben ab und an auftauchen.

Bleibt mir gewogen, weiter neugierig und lasst euch überraschen.

 

*Diese Exponate können erworben werden. Preise könnt ihr aus den Exposes hinterlegt unter Service und Preise sowie bei der Bildergalerie entnehmen. Ebenso könnt ihr natürlich die Preise per Email erfragen.