Installation Art, Kaffee Kultur

Eine kleine Hommage zum Thema Kaffee Kultur. Oder Tee Kultur? Oder einfach nur eine kleine Hommage zum Thema Heißgetränke und daraus entstandene Szenario.

Das ist der zweite Blogbeitrag zum Thema Kaffee trinken bzw. einfach das Trinken von Heißgetränken geschrieben. Nachdem ich euch beim letzten Post eine Anekdote zu Thema Kaffee trinken veröffentlicht habe, wollte ich euch Zufallskonstruktionen zu dem gleichen Thema nicht vorenthalten.

Diejenigen, die mich seit dem Mai 2018 bei Instagram und Co. begleitet haben, haben z. B. diverse Fotos von Szenarien bei Kaffee trinken oder sonstigen Heißgetränken sehen können. So gesehen eine alltägliche Situation.

Und doch ist es ein Szenario, was sich immer wieder von neuem und anders wie bildet so auch abbildet. Niemals ist es das gleiche. Während ihr diesen Blog Beitrag lest, werdet ihr diverse Installation Art zu diesem Thema aus diesem Sommer sehen.

Nachdem meine Blockade im Mai 2018 durchbrochen wurde und mir zu Hause die Decke auf den Kopf fiel, hatte ich mir einen Rucksack mit Zeichensachen zusammengestellt. So bin ich mit diesem Rucksack in die Stadt Bergisch Gladbach, in die Fußgängerzone gegangen. Ein Rucksack vollgepackt mit Zeichenkohle, Papier und Motiven wie im Kopf so in Papierform.

Ich hatte das Gefühl, ich muss raus aus meinen vier Wänden. Inspiration hatte ich genug, jedoch benötigte ich eine gewisse Atmosphäre. Und wo kann sich eine Künstlerin, ein Künstler mehr Atmosphäre holen als in einem Café. So mein Gedanke.

Per Zufall hatte ich bemerkt, dass in dem einen Café, wo ich dann hauptsächlich hinging, viele Landsleute aus dem ehemaligen Jugoslawien saßen. Irgendwie passte das zu meinem Jahr 2018. Zurück zu den Wurzeln, dahin woher ich stamme, dahin zurück, was ich bin.

Es ist schon schön, sich seinen Kaffee oder Tee in der Landessprache der Kellner zu bestellen. Hat was… und die Blicke von den Nachbartischen sind unvergesslich.

Es ist genau das gleiche Gefühl, wie wenn jemand in einem italienischen Cafe „un Cappuccino“ oder „due Espressi“ bestellt. Tolles Gefühl, nicht wahr?

So habe ich von Mai bis Juni die meisten Zeichnungen (darunter gehören die Porträts, Akt, Drachen usw.) in diesem besagten Café gezeichnet.

Meistens fing ich an mir zuerst einen Kaffee (wenn ich bis so ca. 13 h ich es zum Café schaffte) oder aber auch einen Tee (meistens dann nach 14 h) zu bestellen. Nachdem ich das Heißgetränk austrank habe ich mich dann dem Zeichnen gewidmet.

Irgendwann bei so einer Gelegenheit hatte ich eine Zeitschrift bei Hand und dachte mir, ich könnte ja so frauentypisch (man oh man, was für ein Klischee) eine Frauenzeitschrift nehmen, Kaffee trinken und den neuesten Klatsch und Tratsch der Promis erlesen. Erwähnenswert ist auch, dass das Jahr 2018 vom Frühjahr bis weit in den Herbst ein außerordentliches und ungewöhnliches warmes Wetter zu bieten hatte.

Wir hatten wirklich seit dem Mai kontinuierlich weit über 30 Grad Celsius Temperatur. Und was macht dann die Künstlerin? Sie kauft sich natürlich Sommerhüte und Fächer. DAS wichtigste Accessoire überhaupt für diesen Bombensommer.

Auch und obwohl dieses Accessoires früher geläufiger waren, habe ich bemerkt, dass mich viele doch z. T. komisch bzw. irritiert angeschaut haben, als ich den Fächer benutzt hatte. Das empfand ich schon irgendwie selber als irritierend. Ist man(n) oder frau den bereit eher an der Hitze zu ersticken, als sich Erleichterung zu verschaffen?

Aber zurück zu dem Tag, wo ich meine erste Fotografie in der Komposition Fächer mit der Tasse Kaffee und in dem Fall noch mit einer Zeitschrift hingelegt hatte. So wie ihr das auf dem Foto seht, so spontan und ohne irgendeine Absicht, was alles zu sehen sein wird oder auch nicht, habe ich alles auf den Tisch gelegt und abfotografiert.

Im Nachgang habe ich mir das Foto noch sehr oft angeschaut. Und jedes Mal war ich selber erstaunt, wie ich intuitiv diese Komposition des Szenarios zusammengestellt hatte. Es ist der Beginn einer langen Reihe von solchen Fotos. Und nur die Besten und schönsten habe ich hier zusammengestellt.

Das zweite Foto ist einfach nur „nackt“ arrangiert. Originalzustand des Tisches in dem Café, wenn der Kaffee serviert wird. Im Vergleich zum ersten Foto hat es für mich einfach keine nette Atmosphäre, keine persönliche Note.

Schauen wir aber auf das Folgefoto, mit dem Buch, so ist es wieder eine andere Szene, eine andere Geschichte. Hier habe ich mir sogar die Mühe gemacht, den dazu servierten Keks auszupacken und ihn auf dem Kaffee Löffel zu arrangieren. Sieht schon irgendwie intellektuell aus, finde ich zumindest. Oder bediene ich hier ebenfalls ein Klischee?

Wenn jetzt jemand nicht wüsste, dass ich als Frau, als Künstlerin hier gesessen hätte, wen hättet ihr denn als Konsumenten bzw. Konsumentin denn vermutet? Einen Mann? Eine Frau? OK, intellektuell vielleicht aber auf jeden Fall interessiert an Philosophie.

Ist das erste Bild noch typisch Frau (wobei was ist typisch?), das zweite Bild sozusagen „nackt“, dann lässt das dritte Bild zwar bestimmte stereotypische Vermutungen zu, ist aber ein ganz anderen Szenario zu den ersten Fotos.

Bei den zwei solo Fotos mit Rose gebe ich zu, hatte ich schon einen Hintergedanken. Eigentlich nicht in Zusammenhang mit dem Thema. Ihr seht mich mit der Rose. Ich war an dem Tag auf dem Markt in Bergisch Gladbach und wollte mir eine einzige Rose zum Zweck einer Studie kaufen. Wie ich mir eine Rose aussuchte hatte mich eine Frau spontan angesprochen und ihr gefiel das Zusammenspiel zwischen mir und der Rose. Sie fand uns beide, die Rose und mich, so schön, dass sie uns unbedingt fotografieren wollte. Kurz gesagt dann auch gleich getan.

Die Fotos wurden gemacht, ich kaufte die Rose und ging zum Kaffee um Fotos zu Studienzwecken zu machen. Intuitiv und spontan habe ich sozusagen ein weiteres Szenario zum Thema Kaffee Kultur gemacht. Das zarte Zusammenspiel zwischen der Rose und der Kaffeetasse spricht eine Sprache für sich.

 

 

Und so verging der Sommer, es kam der Herbst und es folgte der Winter 2018 noch immer mild, aber doch kalt genug, so dass ich nicht nur Kaffee oder Tee sondern dann auch mal spontan einen Kakao bestellt habe.

 

 

Und das Foto mit der Spinne als Ohrring? Ja das zeigt mich, allerdings in einem anderen sehr beliebten italienischen Café in

Bergisch Gladbach. Ein guter Freund, mit dem ich eine tolle Freundschaft in diesem Sommer erlebt hatte, hatte mich spontan fotografiert.

 

 

 

 

Und zu guter Letzt haben wir noch ein Szenario mit Kaffee und noch einem Crêpe. Wundervoll arrangiert und mit meinem Namen versehen. Das wird tatsächlich in diesem Café so gemacht. Ist also nicht auf speziellem Wunsch von mir

passiert. Diesen Nachmittag habe ich zusammen mit einer wundervollen Freundin verbracht. Wir hatten sozusagen meinen Geburtstag nachgefeiert.

 

 

 

 

Und nun eine Bitte an euch. Wenn ihr das nächste Mal in ein Café oder eine ähnliche Lokalität geht, und ihr erhaltet euer bestelltes Heißgetränk, was seht ihr dann auf dem Tisch? Könntet ihr aus der vor euch stehenden Komposition daraus schließen, dass ihr das seid? Wäre es ein typisches Arrangement?

Egal was ihr seht, genießt den Moment, nehmt euch diese Auszeit zum Genießen des Heißgetränkes. Er ist jedes Mal ein anderer und daher unverwechselbar.

Bis zum nächsten Mal. Dann veröffentliche ich den letzten Blogbeitrag zum Thema Kaffee, Tee oder ganz einfach Heißgetränke.