Intention Nr. 2, figurative Kunst

warum ich es liebe Tiere, Instrumente und Boote zu zeichnen. Ein Blogbeitrag zu meiner zweiten Intention für das Thema figurative Kunst. Vor allem das Zeichnen und Malen von Tieren und Fantasiewesen, Instrumente und Boote.

Figuratives Zeichnen, ja was bedeutet das? Zeichnen von Lebewesen oder Gegenständen und eigentlich nichts weiter. So gesehen, ist Akt ebenfalls figuratives Zeichnen. Es ist nur eben das von Menschen, Frauen und Männern.

Wie immer dürft ihr auf der rechten Seite ein paar Zeichnungen und Gemälde zu diesem Blog Beitrag betrachten. Einige davon dürftet ihr auch bei diversen anderen Beiträgen auf meiner Homepage schon gesehen haben. Manche jedoch nicht.

Aber zurück zum Thema. Neben Akt zeichne und male ich ebenfalls sehr gerne folgende Motive:

  • Tiere und Phantasiewesen, wie z. B. Haustiere, Insekten und Drachen
  • Instrumente, wie z. B. Cello und Gitarre
  • Boote und Motive zu dem Thema Maritim

In der Bildergalerie zur figuratien Kunst, welche ich ständig erweitern werde, könnt ihr noch weitere Werke betrachten.

Hier meine Intention, warum ich dies tue. Gehen wir der Reihe nach.

  1. Tiere und Fantasiewesen

Tiere und ich haben eine sehr enge Verbindung und einen Zugang zueinander, die es uns ermöglichen miteinander zu kommunizieren.

Ich weiß, dass liest sich jetzt so ziemlich… komisch. Aber, ich beginne von vorne. Als Kind war ich von Tieren so ziemlich angezogen. Sie haben mich schon immer fasziniert. Ich bin Jahrgang 1969 und in den 70er Jahren, war das mit Fernsehen so, dass es nur drei Fernsehprogramme gab. Es gab da Sendungen, die mir als Kind die Tierwelt nahebrachte und ich so unglaublich fasziniert von dem Reichtum an Tierarten war. Das muss so faszinierend für mich gewesen sein, dass ich mir alles im Zusammenhang mit Tieren, damals genauso wie heute, gemerkt hatte. Wie ich das meine?

Hier eine Geschichte, die sich zugetragen hat als ich genau drei (!) Jahre alt war, die es ein wenig erklärt:

Meine Mutter und ich saßen im Wartezimmer eines Arztes. Dort befand sich ein Buch, voller Bilder mit Tieren aus aller Welt. Ich blätterte so vor mich hin und schaute mir das alles an. Ich sprach mit dem Buch und machte die Tiergeräusche nach. Zu dieser Zeit schon habe ich das ziemlich realistisch hingekriegt. So realistisch, dass ich die Aufmerksamkeit eines weiteren Patienten auf mich zog, der ebenfalls in diesem Wartezimmer saß. Er sah mir zu, wie ich so in meiner Fantasie mit den Tieren sprach und jedes Tier mit der genauen Bezeichnung benannte sowie das entsprechende Tiergeräusch machte. Irgendwann drehte sich der Mann zu meiner Mutter um und sagte zu ihr folgendes: „So etwas, habe ich noch nie erlebt. Sie (also ich) kennt alle Bezeichnungen von den Tieren. Und sie kann ja alle Tier-Geräusche nachmachen. Unglaublich!“

Für damalige Verhältnisse sicherlich außergewöhnlich, doch ist es das wirklich gewesen?

Später im Laufe meiner kindlichen Entwicklung habe ich Tiere einfach nachgemacht, weil ich ihnen so nah wie möglich sein wollte. Wie in Bewegungen so auch in Geräuschen. Und noch heute kann ich so manches Tier täuschend echt nachmachen.

Haustiere hatte ich natürlich auch, hauptsächlich Katzen, also nichts Besonderes an sich. Also warum dann meine Faszination?

Tatsächlich habe ich irgendwann bemerkt, dass ich mit Tieren auf eine rein empathische Art und Weise kommuniziere. Wir schöpfen Vertrauen zueinander und mögen uns. Sie wissen, dass ich Ihnen nichts antue und suchen Schutz bei mir. Oder sie (Wildtiere und Vögel) kommen regelmäßig bei mir zu Besuch und wir quatschen miteinander.

Die Liebe und der Respekt zu Tieren habe ich mir bis heute beibehalten. Und wenn ich dann so ein Tier sehe möchte ich es verstehen. Nicht immer gelingt mir das. Und dann kommt das Zeichnen und Malen. So tauche ich in das Wesen, welches ich zeichne oder male, einfach ein. Ich sehe und empfinde die Welt dann wie dieses Wesen und spüre die Kraft des Lebens als dieses Wesen in dem Moment.

Auf diese Art und Weise habe ich sogar gelernt auch vor gefährlichen Tieren weiterhin zwar Respekt zu haben, aber keine Angst. Und das spüren diese Tiere.

Auch habe ich angefangen Tiere zu lieben und sie mit anderen Augen zu betrachten, wie z. B. Spinnen, Schlangen und Käfer. Sie sind so unglaublich faszinierend… ich kann es euch in Worten nicht näher bringen.

Das ist der Grund, warum ich immer wieder verschiedene Tiere zeichnen und malen werde. Auch wenn es mal Fantasiewesen wie Drachen sein sollten. Ehrlich gesagt, seit ich GoT gesehen habe möchte ich auch solche Haustiere…. und manchmal bedauere ich es, dass es sie in der realen Welt nicht gibt.

  1. Instrumente

Wie ihr aus meiner Vita und meiner Vorstellung unter Aleksandra erlesen konntet, so hat die Musik für mich eine sehr große Bedeutung. So gesehen, weiß ich nicht, welche Kunstform bei mir zuerst hervorkam. Die Musik in Form von Singen und erlernen von Instrumenten? Oder doch das Zeichnen und Malen?

Aber eines ist sicher. Gesungen habe ich immer. Das mit dem Erlernen eines Instrumentes begann erst in der Schule. Und so kam das eine zum anderen. Zuerst die Flöte, dann die Orgel. Der Grund, warum ich dann doch als Teenager aufgehört habe ein Instrument zu spielen ist ganz schnell erklärt. Erwartungshaltung von Außen. Und prompt hatte ich keine Motivation mehr.

Heute bereue ich es ein wenig. Jedoch, ich habe mir ja jetzt eine Flöte geholt und ein Keyboard ist in Planung. Vielleicht kaufe ich mir sogar einfach so ein Saxophon, weil ich es einfach ausprobieren möchte. Also nicht alles ist verloren. Und wenn ihr euch wundern solltet, wie ich von Flöte auf Saxophon komme, so hat es etwas mit meiner Einstellung und Vorgehensweise von Erlernen neuer Dinge zu tun. Ich sehe in keinster Hinsicht das Hinderniss. Ich sehe nur die Möglichkeiten und freue mich auf das Passieren und Erleben. Der Erfolg, d. h. das Erlernen kommt von alleine.

Instrumente faszinieren mich sehr und ich liebe es sie zu berühren und einen Ton aus ihnen zu produzieren. Diese Faszination und Liebe, lasse ich in diese Zeichnungen mit Instrumenten einfließen. Das ich kein Streichinstrument oder Saiteninstrument spiele tut nichts zur Sache. Trotzdem male ich sie sehr gerne. Und wer genau hinschaut, der wird bemerken, wie so viele Künstlerinnen und Künstler es vor mir schon aufgezeigt haben, die Formen eines Cello, erinnern an die Kurven einer Frau….

  1. Boote

Ich liebe Wasser. Ich liebe das Meer, den Fluss, die Seen. Unser Planet ist ein blauer Planet. Das Wasser ist so lebendig und beruhigend zu gleich. Das Plätschern ist für mich ein sehr beruhigendes Geräusch, welches ich mir den ganzen Tag anhören könnte.

Ich paddle für mein Leben gerne und zu Hause habe ich ein Rudergerät. Ich habe durch eine Beziehung zu einem Mann aus Berlin insgesamt 12 Jahre mindestens eine bis zu vier Wochen im Jahr auf den Gewässern von Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern in einem Boot verweilt. Wer einmal dort war und diese Seen- und Flusslandschaft mit dem Reichtum an Tieren und der Natur erleben durfte, der weiß wovon ich schreibe.

Das Wasserwandern in dieser Region ist so erholsam. Ich wurde eins mit der Natur, mit dem Fluss, mit den Tieren. Eisvögel haben mich begleitet und mit ihrem Schrei mir den Weg gezeigt.

Studie Segelboot No. III
Studie Segelboot No. III

 

Die Beziehung ist nicht mehr, aber der Bezug zum Wasser, der ist geblieben. Für mich ist Segeln ein wundervoller aber auch anspruchsvoller Sport. Mein Traum ist es tatsächlich irgendwann mal auf einem Boot oder kleinen Kutter zeitweise zu wohnen. Aber nicht nur zu wohnen, sondern damit auch auf dem Wasser zu wandern. Oder einfach nur eine Runde zu Segeln und den Wind um die Ohren sausen zu lassen. Mal schauen, wie weit ich diesen Traum erfüllen werde.

Soviel zu meine Intention der figurativen Malerei. Im meinem nächsten Blogbeitrag kommen wir zu meiner dritten Intention, warum ich Abstrakte Malerei male. So etwas grundsätzlich anderes, als die figurative Malerei, die doch durch die Form beschränkt ist. Bleibt neugierig und lasst euch überraschen.